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Geschäfts- und Wirkungsbericht 2021 online


Dieser Geschäfts- und Wirkungsbericht ist aus den Interviews mit vielen Kolleginnen und Kollegen entstanden, um die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit unserer Bildungsarbeit aufzuzeigen.

Lesen Sie jetzt in diesem Bericht, wie die Bildung im Jahr 2021 in unseren einzelnen Fachbereichen aussah.


Zum Geschäfts- und Wirkungsbericht


Viel Spaß beim Lesen! 

„Wie die Zukunft der Kinder vernünftig gestalten, wenn das Personal fehlt?“


Unser Team aus der Sport-Kita Langen war gerne Interviewpartner für die Hessenschau.

Die Hessenschau berichtet in ihrem Video „In Kitas fehlen 37.000 Plätze“ über die angespannte Situation in der Kinderbetreuung, vom Mangel an Betreuungsplätzen für die Kinder und vom akuten Mangel an Fachkräften. Wie es dazu gekommen ist und was dafür getan wird, damit dieser schöne, abwechslungsreiche Beruf gesehen und wertgeschätzt wird.


Hessenschau vom 20.10.2022


Bist du von diesem Beruf genauso überzeugt wie wir?



 

"Sprach-Kitas retten" - Verlängerung bis 2024


Aktionstag im Gallus

Am 19. Oktober 2022 fand der bundesweite Aktionstag „Sprach-Kitas retten“ statt. Unsere Sprachfachkräfte aus den Sprach-Kitas, das Team der Kita Ackermannstraße sowie die Fachberatung organisierten eine eigene Aktion am Spielplatz „Frankenallee“ im Gallusviertel. Auch Kinder, Familien, Erzieher*innen und Sprachfachkräfte anderer Kitas waren aufgerufen, sich unserer Protestaktion anzuschließen. Der Bund hatte angekündigt, dass er ab Ende 2022 sein Bundesprogramm "Sprach-Kitas“ einstellen und nicht mehr weiterfinanzieren wolle.

Die Kinder beteiligten sich tatkräftig an unserer Aktion - u. a. als Sänger: innen, Tänzer: innen und Fotoreporter: innen. Im Anschluss an die Redebeiträge von GEW und ver.di, die ebenfalls die Wichtigkeit der Sprach-Kitas für eine frühkindliche Sprachbildung unterstrichen, malten die Kinder Postkartenmotive aus und warfen sie in ihren gebastelten Briefkasten. Diese Briefe  erhielt die hessische Landesregierung.

Das Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" fördert seit 2016 in Kindertagesstätten mit zusätzlichen Sprachfachkräften Sprachkompetenz und gleiche Bildungschancen von Kindern, unabhängig ihrer sozialen und kulturellen Herkunft.

Die Ankündigung des Bundes hatte u.a. zu einer Petition an den Deutschen Bundestag von der Leiterin einer Sprach-Kita in Neubrandenburg, Wenke Stadach und zur Organisation des bundesweiten Aktionstages zum Erhalt der Sprach-Kitas geführt. Die Petition wurde am Ende von fast 300.000 Menschen unterschrieben, sechs Mal so viele wie für eine Petition und Anhörung vor dem Bundestag notwendig ist. Am Aktionstag 19.10.22 fanden im Bundestag in Berlin entscheidende Haushaltsverhandlungen und die Anhörung statt.

Erfolg

Wir können heute, vier Wochen später, über den Erfolg berichten, dass eine Lösung gefunden wurde. Das Bundesprogramm wird bis Ende Juni 2023 vom Bund und anschließend für hessische Sprach-Kitas vom Land Hessen bis Ende 2024 finanziert werden. Ab dann soll ein Landeskonzept zur sprachlichen Bildung und Förderung auf der Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von null bis zehn Jahren etabliert werden.

Unsere acht Sprach-Kitas freuen sich, ihre frühkindliche sprachliche Bildung mit den Kindern fortführen zu können.

 

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Auszeichnung "Engagierter Ausbildungsbetrieb im Bereich Integration"

Teilnahmezertifikat Auszeichnung Engagierter Ausbildungsbetrieb im Bereich Integration Uni Konstanz Mai 2022

Wir freuen uns, dass wir - die ASB Lehrerkooperative gGmbH - als "Engagierter Ausbildungsbetrieb im Bereich Integration" von der Universität Konstanz im Zuge ihres Forschungsprojekts "Integration@Work: Fachkräftemangel & Integration von Auszubildenden in Unternehmen" (www.integrationatwork.de) ausgezeichnet wurden.

Unsere Auszubildenden im Programm "Ausbildung Quereinstieg", das seit 2016 angehende pädagogische Fachkräfte für den Erzieherberuf praxisintegriert ausbildet und begleitet, hatten am Forschungsprojekt der Universität Konstanz teilgenommen.

Für Kinder und Eltern: Jetzt sichert ein Schrankensystem die Straße zur Theobald-Ziegler-Schule

Für Eltern ist die Sicherheit ihrer Kinder sehr wichtig. Damit sie schneller ankommen und ihnen nichts auf dem Schulweg passiert, fahren viele Eltern ihre Kinder morgens mit dem Auto in die Schule. Leider führt diese Gewohnheit dazu, dass sich vor den Schulen die Elterntaxis stauen.


Circa 200 Kinder aus der Theobald-Ziegler-Schule sind in unserer Ganztagsbetreuung „Theo“ und wechseln über den Tag von der Grundschule über die Straße in unser Gebäude und zurück.


Christina Raab, Schulleitung der Theobald-Ziegler-Schule, hat sich zusammen mit Sebastian Clement, Teamleitung unserer Ganztagsbetreuung „Theo“, auf die Ausschreibung „Schulstraße“ der Stadt Frankfurt beworben. An der Grundschule in Eckenheim mit 315 Schülerinnen und Schülern treffen bei Schulbeginn unzählige Elterntaxis aufeinander und es kommt zu brenzligen Situationen für die eintreffenden Kinder. Dabei verfügt die Grundschule über eine Schülerschaft, die aus der näheren Umgebung kommt, und über eine hervorragende Anbindung an U-Bahn und Bus sowie markierte Radwege an den Hauptstraßen.

Das Staatliche Schulamt und das Straßenverkehrsamt der Stadt Frankfurt suchten in ihrer Ausschreibung nach einer Schule mit vielen Elterntaxis, an der sie verkehrsberuhigende Maßnahmen umsetzen können. Die Theobald-Ziegler-Schule als Ganztagsschule hat sich gegen neun konkurrierende Schulen durchgesetzt und den Zuschlag für ihre Schulstraße erhalten.


Seit dem 22. März 2022 ist die Schranke zur Zugangsstraße der Theobald-Ziegler-Schule in Betrieb. Jeden Morgen wird sie von 7:15 Uhr bis 8:45 Uhr geschlossen.

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Die „Schrankenwärterin“ ist Anita Weber, ehemalige Schulleitung der Theobald-Ziegler-Schule. Sie wird im Ehrenamt den morgendlichen Zustrom zur Schule regeln. Sandra Steitz und Sebastian Clement, Teamleitung der „Theo“, werden sie in dieser Aufgabe unterstützen. Alle Drei haben dafür die Fortbildung zum / zur Verkehrshelfer*in erfolgreich durchlaufen und gelernt, wie man mit allen Verkehrsteilnehmenden umgeht.

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(v.l.n.r.: Städträtin Sylvia Weber, Stadtrat Stefan Majer, Schulleitung Christina Raab, Teamleitung Sebastian Clement)

Stadträtin Sylvia Weber (Dezernat XI, Bildung, Immobilien und Neues Bauen) und Stadtrat Stefan Majer (Dezernent XII, Mobilität und Gesundheit) kamen zur Eröffnung der jetzt zugangsgeregelten Schulstraße. Vertreterinnen und Vertreter des Straßenverkehrsamts, des Staatlichen Schulamtes, des Stadtschulamts und des Schulelternbeirats sowie die Presse (HR, FFH) waren auch vor Ort.

Stadtrat Majer sagte sinngemäß: „Weil der Schulweg den Eltern für ihre Kinder zu gefährlich ist, fahren sie sie zur Schule. Dabei wird der Schulweg wegen der vielen Elterntaxis zu gefährlich. Es wird eine Weile dauern bis die Eltern ihre Routinen umstellen. Die Schranke ist zugleich Werbung als auch Signal für die notwendige Umstellung.“

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Stadträtin Weber sagte, dass die Theobald-Ziegler-Schule Pilotschule in Frankfurt sei, deren Erfahrungen während eines Jahres gesammelt und evaluiert werden. Die Schulstraße wird täglich zwischen 90 und 120 Minuten lang gesperrt. Ziel dieses Projektes ist es, den Elternbringverkehr zu reduzieren. Der Schulweg soll für alle sicherer werden. Nächstes Frühjahr (2023) werden die Ergebnisse präsentiert.

Die Theobald-Ziegler-Schule nannte sie einen „Traumpartner für dieses Pilotprojekt“, weil die Schule für ihre gute Arbeit bekannt ist und in der ASB Lehrerkooperative einen tollen Träger für den Ganztag hat. Bei Erfolg werden andere Schulen folgen. Die Inspiration zu diesem Projekt stammt ihr zufolge aus Wien.

Stadtrat Majer versichert, dass begleitende Verkehrssicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Radaranlagen etc., weiterhin unternommen werden, um das „gefährliche Chaos vor Schulen“ vermeiden zu helfen. Zum Konzept „Nachhaltige Schule“ gehört neben einer Ernährung aus biologischem Anbau, einem umweltverträglichen Gebäudebau auch die gesunde, ressoucenschonende Mobilität (zu Fuß, per Rad, per Bahn).


Schuldirektorin Raab erwartet eine starke Beruhigung vor ihrer Schule und hofft auf diesen Erfolg. Frau Raab gab dem Radiosender FFH dazu vor Ort ein Interview.


Gabriele Cenefels-Kupka, Bereichsleitung “Ganztag an Schulen“, hofft zudem, dass nicht nur die Sicherheit für die Kinder mit dieser Maßnahme steigt, sondern auch der Wunsch selbständig mit Freund*innen zu Fuß in die Schule zu gehen. Das Team rund um Sandra Steitz und Sebastian Clement arbeitet mit den Kindern pädagogisch daran. Sie begleiten die Kinder täglich auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit. Dazu gehört es auch, dass die Kinder bestärkt werden, an Selbstsicherheit gewinnen und es sich irgendwann zutrauen, ihren Schulweg alleine zu bewältigen.

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(v.l.n.r.: Teamleitung "Theo" Sebastian Clement und Sandra Steitz, Bereichsleitung Gabriele Cenefels-Kupka)

Um die Aufmerksamkeit auf die „neue“ Einfahrt ihrer Schule und die für die Elterntaxis alternativ eingerichtete „Kiss and Go“-Zone an der Bushaltestelle zu lenken, haben die Kinder und unsere Fachkräfte an einigen Nachmittagen in der Ganztagsbetreuung „Theo“ dafür Schilder und Holzfiguren auffällig bemalt.

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Beitrag und alle Fotos in diesem Beitrag: © ASB Lehrerkooperative gGmbH/ Rodrigues


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